Obon-Zeit, Grusel-Zeit

Letzte Woche war Obon. Das ist hier in Japan das Totenfest, an dem man den Toten gedenkt und man glaubt, dass zu dieser Zeit die Geister den Menschen am nahesten sind und man miteinander Kontakt aufnehmen kann. Man besucht die Gräber, wäscht sie und bringt den Toten Geschenke in essbarer Form. Da Obon die Abkürzung für „kopfüber in der Hölle hängen und leiden“ ist, soll das Leiden der Geister durch die Speisen gelindert werden.

Es gibt außerdem einen Obon-Tanz. Dazu tanzt man im Kreis einen Tanz, der sich ständig wiederholt. Dieser geht auf die Sage zurück, dass ein Jünger Buddhas seine verstorbene Mutter in seiner Vision leiden sah und Buddha um Hilfe bat. Dieser antwortete, dass der Jünger ein Fest für die Verstorbenen halten solle und er konnte damit tatsächlich seine Mutter befreien und tanzte danach vor Freude.

Viele fahren zu Obon weg, weil es Feiertage sind. Was macht ihr?

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