Kategorie-Archiv: ドイツ語のブログ

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Weg im Gemüsebeet

Ich habe vom Vorbesitzer unseres Hauses ein sehr großes Gemüsebeet übernommen. Das ist ja auch ganz schön und gut, aber bei der Größe bin ich mit dem Unkraut jäten kaum hinterher gekommen. Außerdem watete ich nach dem Regen immer in der nassen Erde herum. Also wollte ich das Beet verkleinern und besser begehbar machen. Ein Weg musste her!

Ich habe wirklich Wochen damit verbracht, den Weg zu planen. Ich hatte ganz außergewöhnliche Formen im Kopf, aber die Realisierung schien so schwer, dass ich mich dann doch zu einer einfachen Lösung entschloss.

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vorher

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nachher

Der Weg ist noch nicht ganz fertig, ich möchte die einzelnen Beete noch mit schönen Steinen einzäunen. Das wid dann im Frühling gemacht.

Mein Mann hat die meiste Arbeit gemacht. Ein großes Danke an ihn!

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Lederhausschuhe

In Deutschland tragen die meisten Leute auch Hausschuhe daheim wie die Japaner. Da ich manchmal Schmerzen im linken Fußgelenk habe und auch in der Sohle, wenn ich schlechte Schuhe trage, trage ich daheim meist Birkenstock-Schuhe oder ähnliche mit Fußbett. Aber durch das Fußbett hatte ich wieder Schmerzen in anderen Bereichen und war damit auch nicht mehr glücklich.

Als Akari zu laufen begann, war es noch etwas kalt. Daher trug sie zu Hause Socken, aber damit rutschte sie leicht aus. Da habe ich im Internet Lernlaufschuhe entdeckt, die aus Leder waren. Sie sind rutschfest und atmungsaktiv. Akari fand sie sofort toll und lief damit prima durch das Haus! Daher habe ich gleich größere Größen bestellt und Akari trägt sie noch immer sehr gern.

Da ich mit meinen eigenen Hausschuhen so unzufrieden war, habe ich immer überlegt, wo ich wohl solche tollen Lederhausschuhe für mich herbekommen könnte. Aber meist waren sie zu teuer.

Nach einigem Suchen stieß ich auf eine Anleitung im Internet, Lederschuhe selbst herzustellen. Das hörte sich spannend an! Ich hatte noch Leder übrig, aus dem ich eine Tasche nähen wollte. Aber ich habe mir ein falsches Schnittmuster aufgehalst und die Nähte wurden zu dick, um sie mit meiner normalen Nähmaschine nähen zu können… Jetzt fand das Leder neuen Einsatz!

Das Schnittmuster ist genau auf die Form meiner Füße zugeschnitten. Daher sehen die Schuhe ein wenig wie Socken aus 😉 Aber sie sind herrlich bequem, weil es wie barfuß laufen ist – nur bleiben die Füße warm. Und das beste: meine Fußschmerzen sind nach etwa einer Woche verschwunden!

Hier findet ihr die Anleitung (ich habe sie etwas abgewandelt, weil ich niedrige Schuhe wollte).

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Sauerteigbrot

Seit ich in Japan bin, backe ich mein eigenes Brot. Mit meinem Panasonic Brotbackautomat habe ich auch immer gute Ergebnisse erzielen können, trotzdem war es immer noch kein „richtiges“ deutsches Brot… Ich backe normalerweise mit Hefe, weil man damit in recht kurzer Zeit schmackhaftes Brot und Gebäck herstellen kann. Doch der Geschmack ist sehr mild und irgendwie hat mir noch etwas gefehlt.

Ich wusste, dass ein kräftiges Brot Sauerteig benötigt. Doch der Prozess von mehreren Tagen hat mich bisher abgeschreckt. Nun habe ich mich doch an meinen eigenen Sauerteig gewagt und nach mehreren Experimenten habe ich ein köstliches mild-saures Mischbrot erhalten! Bei meinen vorigen Versuchen war ich zu ungeduldig und habe das Brot nicht lange genug gehen lassen, auch wenn es geschmacklich toll war, es sah nicht so gut aus. Diesmal ist es mir gelungen (ich war endlich geduldig) und ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis! Akari wechselt normalerweise täglich zwischen gekauften Weißbrot und meinem eigenen Brot. Doch seit ich das Sauerteigbrot backe, möchte sie nur noch „Mama-Brot“ essen. Das beglückt das Mutterherz 😉

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Kochen mit dem Nintendo DS

Ich koche mehr oder weniger gern. Wenn ich muss, macht es mir nicht so viel Spaß. Wenn ich viel Zeit habe und alleine bin, verbringe ich ganz gerne etwas mehr Zeit in der Küche um zu experimentieren. Doch mit Akari muss ich mich doch eher beim Kochen beeilen. Außerdem möchte Mama mit Kind etwas gesünderes auftischen als ohne Kind. Also her mit neuen Rezepten, die nicht zu aufwändig und teuer sind.

Da ich Gadgets liebe, habe ich schon länger mit dem Programm „My Cooking Coach“ für den Nintendo geliebäugelt. Das Programm ist auf den bereits veralteten DSi zugeschnitten und mittlerweile für einen Apfel und ein Ei erhältlich, allerdings nur auf Englisch. Ich dachte, für die paar Yen kann ich nichts falsch machen und habe es bestellt. Außerdem beeinhaltet es einen Mahlzeitplaner, was mir auch zusagte.

Die Rezepte sind echt nicht schlecht und von einfach bis aufwendig, und nach Budget und Zutaten sortierbar. Ich habe dadurch bereits ganz nette Ideen für neue Rezepte erhalten und sogar meinem Mann haben die getesteten Rezepte gefallen. Er ist jedes Mal überrascht, wenn ich erzähle, dass das neue Rezept von meinem Nintendo DS sei 😉

Ein Manko ist, dass der Cooking Coach auf meinem neueren DS XL nicht läuft, sondern wirklich nur auf dem DSi, den ich glücklicherweise noch besitze. Schade, ich hätte die Rezepte gern auf dem größeren Display nachgekocht. Aber für den Preis kann ich nicht meckern. Guten Appetit!

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Berg Tarumae

Bei meinem Mann auf der Uni war eine deutsche Professorin zu Besuch. Wir beschlossen gemeinsam einen kleinen Ausflug zu machen, bevor sie wieder zurückreiste. Da der See Shikotsu von Sapporo gut erreichbar ist, fuhren wir gemeinsam dort hin. Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung hinauf auf den Berg Tarumae.

Das war meine erste Wanderung seit Akari geboren wurde! Und ich muss zugeben, dass ich die ersten 15 Minuten ganz schön gejapst habe und dachte, dass ich es nicht bis ganz nach oben schaffe. Nach einer Pause und viiiiel Wasser bin ich im Entenmarsch doch bis nach oben gelaufen und der Blick dort war gigantisch!

Es war wie auf einem anderen Planeten. Überall lag Lawagestein herum und vor uns stand ein riesiger Berg versteinertes Magma. Schwalben zischten an uns vorbei und unter uns düsten dichte Wolken auf uns zu. Wir haben gedacht, dass es beim Abstieg zu regnen beginne, doch wir hatten Glück und blieben trocken.

Danach entspannten wir uns direkt am See Shikotsu und hatten Mittag im Freien.