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Doumin no Mori

Doumin no Mori ist ein Naturpark im Norden Hokkaidos, der vor allem auf Familien mit Kindern ausgerichtet ist. Da es zu Obon ganz schön voll auf der Straße war, nahmen wir einen Umweg und erreichten einen anderen Teil des Parks, der eigentlich ein Campingplatz ist. Der Magen knurrte, also parkten wir und aßen erstmal. Unter den Bäumen entdeckten wir einen flachen Fluss, in dem Kinder spielten und sahen uns den gleich genauer an. Akari war sofort Feuer und Flamme, denn sie liebt es im Wasser zu spielen. Also zogen wir uns um und spielten gemeinsam am und im Wasser. Was für eine angenehmen Abkühlung bei den hohen Temperaturen!

Haskap?

Habt ihr schon einmal von Haskap gehört? Nein? Ich bis vor kurzem auch nicht. Dabei haben wir Haskap im Garten!

Wir haben diesen kleinen unscheinbaren Busch im Garten, der plötzlich diese blauen Beeren trug und ich war mir nicht sicher ob die nur Zierde oder doch essbar sind. Ich wurde von einer Nachbarin belehrt, die mir etwas Haskap-Marmelade schenkte und ich wurde neugierig.

Die Beeren erinnern von der Oberfläche her an Blaubeeren, nur ist die Form etwas länglich. Der Name stammt aus der Ainu-Sprache (Ainus sind die Ureinwohner Hokkaidos). Sie sind etwas sauer aber als Marmelade sehr lecker. Trotzdem isst auch Akari die Beeren gern roh im Joghurt.

Und, erkennt ihr den Unterschied zwischen Haskap und Blaubeeren auf dem Foto?

links: Blaubeeren, rechts: Haskap

links: Blaubeeren
rechts: Haskap

Obon-Zeit, Grusel-Zeit

Letzte Woche war Obon. Das ist hier in Japan das Totenfest, an dem man den Toten gedenkt und man glaubt, dass zu dieser Zeit die Geister den Menschen am nahesten sind und man miteinander Kontakt aufnehmen kann. Man besucht die Gräber, wäscht sie und bringt den Toten Geschenke in essbarer Form. Da Obon die Abkürzung für „kopfüber in der Hölle hängen und leiden“ ist, soll das Leiden der Geister durch die Speisen gelindert werden.

Es gibt außerdem einen Obon-Tanz. Dazu tanzt man im Kreis einen Tanz, der sich ständig wiederholt. Dieser geht auf die Sage zurück, dass ein Jünger Buddhas seine verstorbene Mutter in seiner Vision leiden sah und Buddha um Hilfe bat. Dieser antwortete, dass der Jünger ein Fest für die Verstorbenen halten solle und er konnte damit tatsächlich seine Mutter befreien und tanzte danach vor Freude.

Viele fahren zu Obon weg, weil es Feiertage sind. Was macht ihr?

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Stachelbeeren

Wir haben im Garten ein wenig Obst. Einiges war schon gepflanzt, einiges haben wir dazu gekauft. Von Anfang an gab es einen RIESIGEN Strauch mit Stachelbeeren (グーズベリー), die in Japan nicht sehr bekannt sind. Ich kannte aus Deutschland nur die grünen Früchte mit gelb-weißen Streifen. Sie schmecken süßsauer. Die Stachelbeeren hier im Garten werden rot, sogar dunkelrot und sind noch süßer als die mir bekannte Sorte aus Deutschland.

Jeden Tag gab es letztes Jahr also Joghurt mit Stachelbeeren zum Frühstück. Aber als ich die Früchte schüsselweise heimtrug, mussten wir doch Marmelade daraus machen. Diesen Frühling haben wir allerdings den Busch enorm geschnitten und obwohl er schon wieder mächtig gewachsen ist, sind diesmal kaum Beeren dran. Da muss ich mich wohl noch etwas gedulden!20150802_100609

Overlockmaschine

Was ist das denn? Eine Overlockmaschine? Das ist eine Nähmaschine, die mit 3 bis 5 Garnen gleichzeitig näht. Der Unterschied zur normalen Nähmaschine ist, dass die Overlock bei einem Nähvorgang die Naht näht, überstehenden Stoff abschneidet und die Naht sichert, so dass der Stoff nicht mehr ausfransen kann.

Zu meinem letzten Geburtstag bekam ich dieses Schätzchen, eine Brother Overlock. Ich habe mit meiner alten Nähmaschine viel genäht, aber beim Nähen von Kleidung war es mir immer zu umständlich nach dem Zusammennähen den Stoff zu versäubern. Somit sahen Kleidungsstücke überhaupt nicht professionell aus und ich traute mich gar nicht meine eigenen Stücke zu tragen, weil ich sie einfach nicht schön fand. Außerdem sind dehnbare Stoffe mit einer normalen Nähmaschine schwierig zu nähen.

Doch seit meiner Overlock sieht das ganz anders aus! Ich übe noch und habe bisher überwiegend alte Kleidungsstücke umgenäht. Wenn daraus nichts wird, ärgere ich mich somit nicht um den verschwendeten Stoff. Und natürlich kann ich für Akari viele Sachen nähen. Da sie noch klein ist, kann ich ihr Kleidchen aus alten T-Shirts nähen oder Hosen, das macht total Spaß!

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